Rückblickend gesehen, war das Jahr 2023 für Winzer in der Schweiz eine Berg- und Talfahrt. Es gab die unterschiedlichsten Witterungsverhältnisse. Grosse Unwetter aber auch Trockenheit stellten die Winzer vor grosse Herausforderungen. Schlussendich kann aber gesagt werden, dass der Jahrgang 2023 ein ausgezeichnetes Jahr für den Schweizer Wein war.
Ein milder Winter und eine gute Durchschnittsmenge an Niederschlag sorgen für einen guten Start der Vegetation.


Dann folgte das Wetterchaos. Dieses machte den Winzern hierzulande stark zu schaffen. Kurz vor Beginn der Traubenernte im September folgte im Wallis Niederschlag um Niederschlag, was zu Fäulnis der Trauben führen kann. Auch in anderen Regionen der Schweiz richtete der starke Regen grosse Schäden an.
Doch die Winzer beherrschen ihr Metier. Sie warteten lange und zögerten die Ernte der Trauben hinaus. So konnte das Wasser wieder auf natürliche Weise aus den Trauben gelangen. Durch geschicktes Krisenmanagement konnte die Qualität der Trauben durch die Winzer sichergestellt werden.
Unter dem Strich sind sich die Winzer aber einig. Das Jahr 2023 ist ein Spitzenjahrgang für Schweizer Weine. Der Jahrgang hat das Potential, sich unter die grossen Jahrgänge der letzten 100 Jahre zu platzieren. Vor allem die Jahre 1929, 1947 und 1982 zählen zu diesen grossen Jahrgängen. All diese Jahrgänge haben etwas gemeinsam: fast gleiche Witterungsbedingungen. Starker Regen am Anfang der Ernte, danach ein warmer und trockener Herbst mit sehr hohen Temperaturen. Daraus resultierten edle Tropfen von ausgezeichneter Komplexität und Konzentration. Die Rotweine weisen eine fast perfekte Struktur und Substanz auf und sine für eine lange Lagerung in Flaschen prädestiniert. Auch bei den Schaumweinen und den Weissweinen sind die Winzer von den Ergebnissen begeistert.
Natürlich gab es 2023 in der Schweiz auch regionale Besonderheiten und Unterschieden in den jeweiligen Weinregionen. In der Bündner Herrschaft wurden teilweise bis zu 40% der Reben geschädigt. In anderen Regionen, beispielsweise in Regionen des Tessins aber auch in Solothurn, waren die Schäden viel geringer.
Aber nicht nur in Sachen Qualität konnte der Jahrgang 2023 überzeugen. Auch Quantitativ war das Jahr 2023 ein Glücksfall. Somit dürfen sich die Liebhaber von Schweizer Weinen auf einen sehr guten Jahrgang freuen, welcher quantitativ und qualitativ vollends überzeugen kann.
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