Weiterhin dominieren die europäischen Länder ihre Spitzenpositionen der stärksten Weinnationen der Welt. Die Konkurrenz aus der Neuen Welt liegt weiterhin hinter der Tradition. In der Zwischenzeit hat Italien, Spanien als Nummer 2 abgelöst. Trotz den globalen Herausforderungen wie Inflation und des Russland-Ukraine-Krieges zeigen diese europäischen Länder bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit und Marktstärke.
Die drei wettbewerbsstärksten Märkte wie Frankreich, Italien und Spanien behalten weiterhin ihre Spitzenpositionen. Dabei beziehen wir uns auf den Bericht der «Competitiveness Factors in the Global Wine Market», welcher insgesamt 13 Märkte anhand von sechs Leistungsindikatoren untersucht: Produktionspotenzial, pedoklimatische und energetische Faktoren, die Fähigkeit der Unternehmen, Märkte zu erobern, Marktportfolio sowie Handelsbilanz, Investitionen und makroökonomischer Kontext.
Dabei konnte Italien, mit 680.000 Hektar das drittgrößte Weinanbaugebiet der Welt, den zweiten Platz, den es vor einem Jahr verloren hatte, wieder zurückerobern. Zielführend waren dabei einerseits der Mengenzuwachs im 2022 (50 Millionen Hektoliter) als auch die positive Entwicklung bei den Schaumweinen.
Spanien ist zwar mit 905.000 Hektar das größte Weinanbaugebiet der Welt, aber produziert aktuell nur das drittgrößte Volumen was die Weinmenge anbelangt. Erstaunlich ist, dass laut dem Bericht nur 35% der Weinanbauflächen mit Bewässerungssystemen ausgestattet sind. Und genau die Trockenheit ist das Problem Spaniens. Preislich sind die Spanier äusserst wettbewerbsfähig, aber ihr Ruf weniger stark als der, der Italiener. Zusätzlich belastet der weniger starke Inlandverbrauch.
Frankreich bleibt somit weltweit die wettbewerbsfähigste Nation im Weinsektor. Mit einem Volumen von durchschnittlich 39-46 Millionen Hektolitern und etwa 800.000 Hektar Rebfläche, ist das Land mit Abstand an der Spitze. Ein hoher Produktwert, ihre Markenbekanntheit und die Sichtbarkeit sind die Die Saison 2022 wurde zwar durch Frost beeinträchtigt, was die Erträge reduzierte, und auch die Produktionskosten sind die Erfolgsfaktoren.
